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Polieren ist eine Drecksarbeit. Und eine Knochenarbeit, vor
allem bei größeren Teilen wie Rahmen und Rädern, gegen die mit
viel Krafteinsatz der Polieraufsatz dagegengedrückt werden muss.
Aber fast alles am Motorrad, was aus Leichtmetall gefertigt ist,
ob Guss- oder Frästeile, Bleche oder Profile lässt sich auf
Hochglanz trimmen.
Aluteile sind heute durchwegs entweder lackiert oder galvanisch
anodisiert. Aus gutem Grund den nur geschützte Teile widerstehen
Dreck, Wasser und Salz. Eloxierte Alu-Oberflächen hingegen sind
hart, unempfindlich und dauerhaft und kosten beim Aufpolieren
dementsprechend Nerven. Vor dem Schleifen und Polieren gilt es
erst einmal, Farbüberzüge oder Eloxialschichten zu entfernen.
Der Fachmann entfernt die Eloxialschicht auf galvanischem Wege,
da die Schicht aber sehr dünn ist kann dies auch Abschleifen
erledigt werden. Ist es eine plane Fläche eignet sich hierfür
der Excenterschleifer sehr gut. Beim Schleifen ist Gefühl und
Vorsicht angebracht. Es spricht zwar nichts dagegen, eine
zerkratzte bzw. zerfurchte Oberfläche zu glätten. Wer aber mit
groben Schleifwerkzeugen an tragenden Teilen viel Material
abträgt, schwächt das Bauteil. Motordeckel sind vergleichsweise
unproblematisch, aber auch hier kann man einiges falsch machen.
Besonders Dichtflächen sind hochsensibel, schon ein Ausrutscher
mit dem Schleifwerkzeug kann das Bauteil ruinieren.
Gerade das Glätten komplizierter Teile trennt den Anfänger vom
Meister. Ebenen Flächen einfach nur Glanz zu verleihen gelingt
auch dem Laien, Meisterstücke hingegen erkennt man an einer
absolut planen Oberfläche - selbst in Ecken und Winkeln finden
sich keinerlei Wellen und Macken. In manchen Fällen macht das
Polieren sogar aus technischer Hinsicht Sinn: Rennsportler tun
es, um Risse leichter erkennen zu können, nebenbei zum leichten
Reinigen von Felgen oder Rahmen. Manche hochbelasteten
Motorteile werden poliert, um die Dauerfestigkeit zu erhöhen.
Aber seihen wir mal ehrlich, Hauptbeweggrund für den Glanz-Look
ist aber das Aussehen. Ein auf Hochglanz poliert Rahmen eines
Streetfighter sieht einfach besser aus, als ein Gegenüber mit
stumpfen Leichtmetall.
Polier-Kits für die Bohrmaschine gibt es eigentlich in fast
jedem Baumarkt. Meistens bestehen dies Set´s aus zwei Arten von
Poliersteinen - einer um die Oberfläche vorzubehandeln, also
quasi Material abzutragen und der zweite um dem Teil den
abschließenden Hochglanz zu verleihen. Weiters findet sich im
Polier-Kit ein Aufsatz-Dorn für die Bohrmaschine auf den man
wahlweise einen von zwei Polieraufsätzen schrauben kann.

Poliersets wie sie z.B. von Louis angeboten werden

...und so macht es der Fachmann...
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