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PRETENDER VOM TONI | |
Umbaustory von Willi im O-Ton: Das Wort „Ducati“ kommt aus dem Italienischen und bedeutet so viel wie: die Anführer. Dadurch ergibt sich logischerweise auch ihre Firmenfarbe – königliches Rot. So war auch die Originalfarbe meiner „Monster“, die ich vor 1 Jahr im Waldviertel in einem ziemlich heruntergekommenen Zustand erwarb. Auch offensichtliche Schäden, die viele vom Kauf abgehalten hätten, wie z.B.: verbeulter Tank, undichte Gabel, Ölverlust am Motor, rostiger Rahmen, usw dämpften meine Euphorie nicht. Ich musste sie haben, denn ich wusste, sie würde in naher Zukunft meine Anführerin werden. Nach anfänglichen Startschwierigkeiten konnte ich das desolate Bike zu mir heim manövrieren. Nach ca. 1 Woche, in der ich die auffälligsten Mängel behoben hatte, traute ich mich mit „meinem“ Monster zur Werkstätte, um die lästige Überprüfung für die Plankette (§ 57a) hinter mich zu bringen. Auch ein leichter Mangel, den der Prüfer am Rahmen feststellte, konnte den Saisonstart nicht verhindern. Nach dem ersten Sommer wurde mir schnell klar, dass eine Monster im Originalzustand nicht wirklich der „Hingucker“ vor einem Eissalon ist. So fasste ich Ende Oktober den Entschluss, den leichten Mangel am Rahmen als Anlass für einen neuen Komplettaufbau zu nützen. Schon nach den ersten Stunden der Demontage wusste ich, dass diese Ducati ein Einzelstück werden sollte. Das Projekt el nino wurde geboren. Obwohl ich KFZ Mechaniker gelernt habe, hatte ich zu diesem Zeitpunkt keinerlei Erfahrung mit Ducati, traute mir aber zu, mein Bike bis auf die letzte Schraube zu zerlegen. Nachdem ich den Motor neu gelagert und mit einer Zahnbürste die unzugänglichsten Stellen gesäubert hatte, ging ich zum optischen Bereich über. Ich verstand nie, warum Gold und Chrom nur ein Privileg für Chopper ist. Es wurden daher die 4 Ventildeckel, der Kupplungsdeckel und die linke Motorabdeckung verchromt, während die dazugehörigen Schrauben vergoldet wurden. Der Schwinge, der Fußrastenanlage, dem Fußbremshebel, dem Schalthebel, der Gabelbrücke und deren Holmen spendierte ich eine Politur, in der man sich spiegeln kann. Die originalen Zahnriemenabdeckungen, die Ritzelabdeckung und die beiden Seitenabdeckungen wurden durch edle Carbonteile ersetzt. Die ursprüngliche, meiner Meinung zum Scheitern verurteilte, Instrumentenanzeige viel einer Frischzellenkur zum Opfer. Ich tauschte sie gegen ein Drehzahlmesser versehenes Carboncockpit aus, dessen weiße Scheiben rot unterleuchtet sind. Der Tank, die Soziusabdeckung und der vordere Kotflügel wurden in einem schimmernden Perlmutsilber lackiert, während der modifizierte, gekürzte Rahmen in Metallic–Silber gehalten ist. Der Schriftzug „Monster“ an den Seiten des Tanks und el nino auf der Soziusabdeckung stammt aus dem Luftpinsel von meinem Kumpel „Nega“. Die grossen, runden Seitenspiegel wurden durch durch kleinere viereckige aus dem „Ducati Performance Katalog“ ausgewechselt. Da konnten natürlich auch die Blinker nicht im Originalzustand bleiben, und so beglückte ich meine Ducati mit Minniblinkern aus Carbon mit weißem Glas und vergoldeter Befestigung. Um einen konstanteren Bremsdruck zu den vierkolben Bremssättel von Brembo zu gewährleisten, bzw einen besseren Druckpunkt der Trockensumpfkupplung zu erzielen, montierte ich Stahlflexleitungen. Um den nun ausgezeichneten Bremsdruck auf die Strasse bringen zu können, zog ich Pirelli Dragon Reifen auf. Diese versehen ihren Dienst auf dreispeichen Magnesiumfelgen, die in einem dunklen Perlmutblau mit einem hochglanzpolierten Rand gehalten sind. Die hintere Felge wird durch einen vergoldeten Kettenspanner in die richtige Position gebracht. Da meine el nin?o nicht nur optisch sonder auch akustisch glänzen sollte, ergänzte ich den durch einen K&N freiatmenden und Jet-Kit bestückten Motor mit einer auf Gold befestigten, offenen Auspuffanlage von „Sil Moto“. Nach ca 300 Arbeitsstunden kann ich mich nun mit meinem Cafe-Racer vor jedem Eissalon blicken lassen ! Mail an den Willi |
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