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Die Streetfighter-Szene so sagt man sich, entstand so gegen Ende
der Achtziger in Großbritannien. Zunächst noch im Lowrider-Stil,
unverkleidet, nur das Nötigste dran, aber nicht auf
Harley-Basis. Viel Hubraum und mindestens vier Zylinder aus
Fernost muss ein Streetfighter haben: "It´s good to wheelie."
Den Begriff Streetfighters prägten Redakteure des Custom
Magazins Back Street Heroes.
Neben den Edelbastlern sind es die Jungen und Verrückten die
nicht auf die Rennstrecke wollen: "Zu viele Regeln." Man trifft
sich sporadisch zu Drag Sprints über die Viertelmeile um die
Ecke.
Nationale Vorurteile, Rassismus, Frauenfeindlichkeit - ach was
Streetfighter ist ein einziger Anschlag auf den "guten"
Geschmack und spricht genau die Sprache, den diese Szene
versteht. Und das sind Leute, bei deren Anblick es vielleicht
manchen ein bisschen kalt den Rücken runterläuft:
Stahlkappenschuhe, zerschlissenes Leder und Simson-Helm.
Diese Leute sehen vielleicht so aus, als wären Mad Max
entsprungen, ständig im Kampf um die letzten Ölreserven. In
Wahrheit jedoch sind das ausnahmslos Enthusiasten, die jeden
Schilling in ihre Maschinen stecken. Technisch ist das
Allerfeinste gerade gut genug und erlaubt ist was gefällt - na
ja den TÜV gibt's leider auch noch.
Am meisten törnt Leistung an, schiere Horsepower. Mindestens
vier Zylinder aus Fernost bilden die Basis, offen natürlich. Am
beliebtesten sind die luftgekühlten von Suzuki GSX 1100.
Bei der Optik gibt es keine Vorschriften. Bei den meisten
Streetfighters ist das Heck kurzerhand abgesägt, ein
Mini-Sitzkissen reicht dem harten Kämpfer. Sehr oft wird
Schwinge und Rahmen poliert. Die Lackierung ist häufig per Airbrush aufgetragen.
Wichtig bei einem Streefighter ist der persönliche Ausdruck:
Schließlich sollen Streetfighter ein Gesicht in der Menge
sein und ein Gesicht gleicht selten dem Anderen.
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